Zum Hauptinhalt springen

Der Einbau einer solargetriebenen Luft/Wasser-Wärmepumpe steigert den Wert eines gebrauchten Einfamilienhauses beträchtlich

Beim Hausverkauf spielt die Technik im Heizungskeller eine immer Rolle. Denn der Hauskäufer wird sich natürlich überlegen, welche Modernisierungsmaßnahmen er anstoßen muss, und er wird versuchen, den Kaufpreis entsprechend zu mindern. Umgekehrt kann der Verkäufer von vornherein den Verkaufspreis höher ansetzen, wenn das Haus bereits mit der bestmöglichen Technik ausgestattet ist.

Auch wenn das Heizungsgesetz nun im Juli 26 neu gefasst wurde und der Einbau von Öl- und Gas- heizungen wieder erlaubt ist: Die beste Technik ist das nicht und es steht zu erwarten, dass die Brennstoffpreise weiter steigen

  • durch die geopolitische Situation (Stichwort „Straße von Hormus“)
  • durch die steigende CO2-Bepreisung
  • durch steigende Infrastrukturkosten, denn diese Kosten werden auf immer weniger Kunden umgelegt
  • durch die gesetzliche Vorgabe zur Beimischung von stetig steigenden Bioanteilen zum Öl bzw. zum Gas. Diese Bioanteile sind im Preis ca. doppelt so hoch wie der reine Brennstoffpreis

Nach wie vor ist aus der Sicht des Energieberaters die Wärmepumpe deshalb das beste Heizungs-system mit der besten Energieeffizienz. Aus 1 KW Strom produziert die Wärmepumpe 4 KW Heizleistung. Selbst wenn der Strompreis gegenwärtig noch höher ist als der ÖL- und der Gaspreis – er wird durch die Effizienz der Wärmepumpe bei weitem überkompensiert. Der Betrieb der Heizung mit einer Wärmepumpe spart im Jahr ca. 800,- € Kosten. Tendenz steigend.

Wenn gleichzeitig eine PV-Solaranlage Strom in das Hausnetz einspeist, der zum Antrieb der Wärme-pumpe genutzt wird, dann fallen für den Betrieb der Wärmepumpe keine Stromkosten mehr an. Dies gilt nicht für das ganze Jahr sondern nur für die Zeit von Mitte März bis Ende Oktober. Aber die Ersparnis ist gewaltig und beläuft sich bei einem Einfamilienhaus bei richtiger Auslegung der PV-Anlage schnell auf knappe 3.000,- € im Jahr.

Wie schlägt sich nun der Einbau dieser Technik auf den Verkaufspreis eines Hauses nieder? Die FAZ hat in ihrer Ausgabe vom 14.08.26 die Studie des Maklerunternehmens „Von Poll Immobilien“ vorgelegt, in der für unterschiedliche Städte und ihr Umland die Immobilienpreise verglichen werden. Aus dieser Studie ergibt sich zum Beispiel für den Main-Taunus-Kreis ein Quadratmeter-Preis von 5.628,- €/m2 für das Haus mit solargetriebener Wärmepumpe, ein Preis von 4.142,- €/m2 für ein Haus mit Gasheizung und ein Preis von 3.828,- €/m2 für das Haus mit Ölheizung.

Für die Stadt Wiesbaden lauten die Zahlen: 6.855,- €/m2 für das Haus mit solarbetriebener Wärmepumpe; 4.344,- €/m2 für das Haus mit Gasheizung; 4.238,- €/m2 für das Haus mit Ölheizung

Bei einem Haus mit 160 m2 Wohnfläche im Main-Taunus-Kreis steigert also die bestmögliche Technik den Verkaufspreis des Hauses auf 1.486,- €/m2 x 160 m2 = 237.760,- €. Bei einem Haus in Wiesbaden liegt der Wert bei 2.511,- €/m2 x 160 m2 = 401.760,- €.

Diese Wertsteigerungen der Immobilie – egal ob sie gegenwärtig zum Verkauf steht oder nicht – sollten jeden Eigentümer überzeugen. Denn der Preis für den Einbau einer Luft/Wasser-Wärmepumpe plus einer PV-Anlage liegt überschlägig bei nur 55.000,- €. Rechnet man ca. 15.000,- € KFW-Förderung für die Wärmepumpe und eine Brennstoff-Ersparnis von 30.000,- € in 10 Jahren mit ein, verbleiben 10.000,- €, die der Eigentümer für diese exorbitante Wertsteigerung der Immobilie zahlt.

Der Einbau einer solargetriebenen Luft/Wasser-Wärmepumpe ist deshalb aus der Sicht des Energie-beraters das zwingende Gebot der Stunde !!!

Ihr Dr. G. Eifler / Energieberater